
Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) – Verbindung neu erleben
Dr. Sue Johnson ist die Begründerin der Emotionsfokussierten Paartherapie (EFT) und zählt heute zu den einflussreichsten Paartherapeutinnen weltweit. Geboren und aufgewachsen in England, erlebte sie eine Kindheit, in der Gefühle kaum Raum hatten – eine Erfahrung, die sie rückblickend tief geprägt hat. In ihrer Arbeit mit Paaren erkannte sie, dass es nicht nur um Kommunikation oder Alltagskonflikte geht, sondern um etwas Tieferes: Das Bedürfnis nach emotionaler Sicherheit, nach dem Gefühl, gesehen, gehalten und verstanden zu werden:
Menschen streiten nicht nur über Haushalt oder Sex – sie kämpfen um Nähe, Sicherheit und die Antwort auf die Frage: Bist du für mich da?
Als junge Therapeutin war Johnson frustriert darüber, wie ineffektiv viele der damals gängigen Paartherapieansätze waren – vor allem, weil sie sich auf Kommunikationstechniken oder Verhaltensänderungen konzentrierten, ohne den emotionalen Kern von Bindung zu beachten. Inspiriert durch die Bindungstheorie von John Bowlby und ihre eigene Arbeit mit Paaren entwickelte sie einen neuen, wissenschaftlich fundierten Ansatz – EFT (Emotionally Focused Therapy).
EFT hilft Paaren, negative Kommunikationsmuster zu erkennen und zu durchbrechen.
Durch gezielte therapeutische Begleitung lernen Partner, ihre tiefen emotionalen Bedürfnisse zu verstehen und offen zu kommunizieren. So lassen sich Konflikte deeskalieren, und es kann ein neues Miteinander entstehen, das von Vertrauen, Sicherheit und emotionaler Nähe geprägt ist.
EFT ist wissenschaftlich gut erforscht und zeigt nachhaltig positive Wirkungen, – auch bei tiefgreifenden Konflikten oder langjährigen Beziehungsschwierigkeiten.
Der Ansatz eignet sich für hetero- wie homosexuelle Paare und wird auch bei Einzelpersonen mit Beziehungsthemen erfolgreich eingesetzt.